Aktuelle Gartentipps- April 2021

Mehr Luft für den Kompost und viel Wasser für einen „Säufer“

Knackig-grüner Kopfsalat aus dem eigenen Gewächshaus oder Folienzelt gehört zu den ersten Vitaminspendern in der neuen Gartensaison. Doch für sein Wachstum benötigt das Gemüse extrem viel Wasser

  • Das hilft gegen Schnecken. Erwärmt sich der Boden, schlüpfen die ersten Schnecken aus ihren Eiern. Halten Sie die Augen offen und dezimieren Sie die Jungtiere, bevor auch sie sich vermehren. Nur wer gegen die ersten Schnecken vorgeht, braucht später keine Invasion zu fürchten.
  • Der Kompost braucht viel Luft. Wer im Herbst seinen Kompost frisch aufgesetzt hat, sollte ihn jetzt umsetzen. So wird er nochmals gut durchmischt. Weil dabei reichlich Sauerstoff an das Material dringt, wird der Rotteprozess beschleunigt. Der Kompost reift schneller aus und kann früher auf den Beeten verteilt werden.
  • Beetrosen zurückschneiden. Spätestens Anfang April sollten Beetrosen von ihrem Winterschutz befreit und gekappt werden. Schneiden Sie starke Triebe schwach, dünne Triebe kräftig zurück. Die Schere wird etwa 5 mm oberhalb einer nach außen gerichteten Knospe leicht schräg angesetzt. Häufeln Sie Ihre Rosen ab, sobald die Sauerkirschen blühen, sonst treiben die Knospen an der Basis nicht aus.
  • Säuregrad des Bodens messen. Der pH-Wert zeigt den Säuregrad des Bodens an. Er ist ein wichtiger Parameter für die Fruchtbarkeit des Bodens. Die meisten Gartenpflanzen mögen neutralen oder leicht sauren Boden, das entspricht einem pH-Wert von 6 bis 8. Dann sind auch die Nährstoffe im Boden gut löslich und für die Pflanzen verfügbar. Eine Ausnahme bilden Moorbeetpflanzen – sie bevorzugen ein saures Milieu. Für die Bestimmung Bodentester aus dem Fachhandel verwenden.
  • Düngen sorgt für neuen Schwung. Mit einer organischen Grunddüngung geben Sie Ihren Pflanzen den nötigen Schwung für den Start ins Gartenjahr. Versorgen Sie jetzt Obstbäume und Beerensträucher mit Nährstoffen. Der Rasen ist dankbar für eine Portion Rasendünger. Vergessen Sie nicht, Ihre mediterranen Kübelpflanzen mit einem Langzeitdünger zu versorgen, denn sie haben bereits angefangen zu wachsen.
  • Rhododendren düngen. Zeigen Ihre Rhododendren gelbe Blätter, leiden sie unter Stickstoff – oder Eisenmangel. Am einfachsten beheben Sie ihn mit speziellem Rhododendron-Dünger (gibt es im Gartencenter), den Sie direkt unter der Pflanze in den Boden einarbeiten.
  • Klares Wasser im Teich. Im Frühjahr ist das Wasser im Gartenteich oft trüb, da es zu dieser Zeit sehr viele Nährstoffe enthält und sich die Algen deshalb bestens darin entwickeln können. Doch sobald die Wasserpflanzen wieder wachsen, klärt es sich meist rasch.
  • Pflege der Pflanzungen in Gewächshaus und Folienzelt. Bei warmem Wetter das Kleingewächshaus und Folienzelt ausreichend lüften: Vor allem Kopfsalat und Kohlrabi vertragen zu hohe Lufttemperaturen nicht. Am besten am First die Türen und im oberen Dachbereich Fenster öffnen. Dann zirkuliert die frische Luft und sorgt für einen kompletten Luftaustausch.
  • Gemüse im Gewächshaus wässern. Je größer die Blattflächen werden, umso mehr Wasser verdunsten die Pflanzen. Kohlrabi und vor allem Blumenkohl sollten jeden zweiten Tag gegossen werden. Kopfsalat zählt zu den „Säufern“, er braucht bis zu 10 l Wasser pro Quadratmeter Beet.

 

Erik Behrens, Gartenfachberater

Zertifizierter Pflanzendoktor

         


Quellenhinweis:

Landesverband Sachsen der Kleingärtner e.V.

Foto: Martin Jäger/Pixelio